... sichtbar besser ...

Fotodokumentation


Wir unterscheiden:

  • Vorderabschnittsfotos (Aufnahmen des vorderen Augenabschnittes)
  • Fundusfotografie (Aufnahmen des hinteren Augenabschnittes)

Mit speziellen medizinischen Fotoapparaten werden sichtbare Veränderungen am vorderen oder hinteren Auge fotografisch festgehalten. Die Aufnahmen erfolgen digital, sind dadurch unbegrenzt speicherbar und jederzeit auffindbar. Jederzeit können davon auch Papierabzüge angefertigt werden. Die Fotografie ist die präziseste Vergleichsgrundlage für Langzeitbeobachtungen, da hier ein beobachterunabhängiger Vergleich über die Zeit erfolgen kann.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Wie viele aktuelle Errungenschaften der Medizin ist die fotografische Verlaufskontrolle nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Ohne Bilddokumentation wird der Arzt den Befund in verbaler Beschreibung festhalten und ggf. eine Skizze anfertigen und muss sich bei der Kontrolle auf seine Erinnerung verlassen. Es liegt auf der Hand, dass dies eine der Fotografie deutlich unterlegene Vergleichsgrundlage darstellt. Sie können jedoch die ergänzende Untersuchung gegen eine maßvolle Gebühr als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) wahrzunehmen.

Vorderabschnittsfoto

Bestimmte Veränderungen, wie z. B. kleine Leberflecken, Blutgefäßgewächse oder Tumoren lassen sich nicht immer von vornherein klassifizieren, ob sie harmlos sind und deshalb belassen werden können, oder ob ihre Entfernung oder eine sonstige Therapiemaßnahme ratsam ist. In solchen Fällen entscheidet man sich häufig, den Befund in bestimmten Zeitabständen zu beobachten, um z. B. ein Wachstum oder eine Veränderung festzustellen, die dann ein aktives Eingreifen erfordern.

Wann empfiehl sich die Untersuchung?

  • Wenn es auf die Genauigkeit der Befunddokumentation und die beobachter- und zeitunabhängige objektive Vergleichsgrundlage ankommt.
  • Sie ist die exakteste Befundübermittelung an andere Ärzte, sei es zum Zweck der Einholung einer zusätzlichen Meinung oder beim Wechsel des behandelnden Arztes. 
"Leberfleck" der Regenbogenhaut Pterygium (Flügelfell der Bindehaut)

Fundusfotographie

Mit einer Funduskamera, einer speziell für die Netzhautfotografie entwickelte Kamera, werden Veränderungen an der Netzhaut zur Sicherheit fotografisch untersucht und dokumentiert. Wegen der hohen Auflösung und je nach Aufnahmewinkel ermöglicht sie präzise Aufnahmen insbesondere des Sehnerven, der Netzhaut, der Blutgefäße und der Aderhaut. Spezielle Filter liefern dabei Informationen, die bei der einfachen augenärztlichen Untersuchung verborgen bleiben. Der Vergleich von Aufnahmen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen wurden, ermöglicht eine genaue Beobachtung von Krankheitsverläufen. Bei Veränderungen kann somit zeitnah eine entsprechende Therapie oder Therapieanpassung vorgenommen werden.

Was passiert bei der fotografischen Untersuchung?

Bei weitgestellter Pupille (Achtung: keine Fahrtauglichkeit für mindestens 4 Stunden nach der Untersuchung!) werden mit Hilfe eines Auslösers nacheinander mehrere Bilder von der Netzhaut angefertigt. Die Untersuchung ist berührungsfrei und dauert nur wenige Minuten.

Was kann ich von der fotografischen Dokumentation erwarten?

Durch die Farbfotografien können wir sehr viel genauer das aktuelle Stadium der Erkrankung mit den Ergebnissen der vorangegangenen und künftiger Untersuchungen vergleichen. Selbst kleine Veränderungen lassen sich zuverlässig beurteilen. Am Computerbildschirm können wir Ihnen die Befunde im Anschluss an die Untersuchung nachvollziehbar erläutern und – wenn es erforderlich ist – gemeinsam mit Ihnen das weitere therapeutische Vorgehen besprechen. 

Darstellung des Augenhintergrundes (Fundus) ohne krankhaften Befund Die Veränderung des Fundus bei einem krankhaften Befund (Tumor)

In welchen Abständen muss die Untersuchung durchgeführt werden?

Je nach Art und Ausprägung Ihrer Erkrankung reicht eine jährliche Kontrolle, bei ersthafteren Krankheitsbildern sollte vierteljährlich untersucht werden. Wir besprechen mit Ihnen, welche Intervalle Sie einhalten sollten, um auf der sicheren Seite zu sein.

Bei diesen Krankheitsbildern und Verdachtsmomenten kann die Fundusphotographie sinnvoll sein:

  • Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
  • Diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie)
  • Erkrankungen von Netzhautgefäßen
  • Tumore im Augeninneren
  • Veränderungen des Sehnerven
  • Sonstige Veränderungen des Augenhintergrunds